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 Aphrodite, griechische Göttin der Liebe und der Schönheit, die bei den Römern ihre Entsprech- ung in Venus fand. Ihre Herkunft gibt manche Rätsel auf, doch war sie wahrscheinlich asiati- schen Ursprungs und zunächst mit der semiti- schen Astarte identisch. Den Griechen galt sie vielfach als aus dem Meer entstiegen, weshalb auch Aphrodite Anadyomene genannt wurde. Ob ihr Beiname Kypris (siehe Text*) darauf hindeu- tet, dass die Griechen sie in Cypern kennenlern- ten, bleibt ungewiss, es fällt jedoch auf, dass sie hier und auf einigen anderen griechischen Inseln früh besondere Verehrung genoss. Nach Hesiod ist sie die Tochter des Uranos. Dessen Sohn Kronos schnitt ihm die Ge - schlechtsteile mit einem Sichelhieb ab und warf diese ins Meer. Das Blut und der Samen vermischten sich mit dem Meer, welches sich aufschäumte und daraus Aphrodite entstand, die dann in Zypern an Land ging. Nach Nonnos, Pausanias ist es somit die Göttin Thalassa, "die See", welche den Samen empfing.
Dieser Mythos, dem sie auch den Beinamen "die Schaumgeborene" verdankt, wurde aus dem griechischen Wortstamm aphros, "Schaum" kon- struiert. Man geht heute aber davon aus, dass diese Verbindung etymolo- gisch unhaltbar und der Name Aphrodite möglicherweise gar nicht griechi- schen, sondern orientalischen Ursprungs ist.
* Alternativ gibt es auch andere Mythen über die Abstammung der Göttin: Nach Homer ist sie eine Tochter des Zeus und der Dione. Andere berichten wieder, sie sei in einer Muschel geboren, wie sie auch Botticelli darstellt. Eine weitere Quelle nennt sie ge- meinsam mit den Erinyen und den Moiren als Tochter des Kronos.
 
 
 Keine andere Göttin konnte sich an Schönheit mit ihr messen. Paris, der trojanische Prinz, übergab ihr die Siegestrophäe, den goldenen Apfel. Aphrodite stellt denn auch das Urbild von Schönheit und Liebe dar. Beinahe das gesamte Spektrum menschlicher Leidenschaften, Begier- den, Sehnsüchte und Ängste findet in ihr seinen Spiegel. Sie war im Orient als Ischtar-Astarte längst bekannt, ehe sie zur griechischen Aphro- dite und später zur römischen Venus wurde. Die Darstellungen der Göttin sind geprägt von viel- schichtigen Interpretationsmöglichkeiten, hu- manistischen Deutungen, barocken Allegorien bis hin zur Tiefenpsychologie. Durch die Assoziationen mit der Inkarnation des Weiblichen, mit Erotik, Fruchtbarkeit, Schönheit, Verführung, hat Aphro- dite bis auf den heutigen Tag nichts an Faszination eingebüsst. Die sinnliche Anziehungskraft von ihr (wie überhaupt von der Frau) in einer intimen Situ- ation findet sich auch in Darstellungen, die Aphrodite bei der Toilette zeigen. Nahezu unbekleidet pflegt sie ihr Äusseres und betrachtet sich dabei im Spiegel, allein oder umgeben von Assistenzfiguren wie Eros und Dienerinnen.
 
Bild oben: Aphrodite im Schaum
 
 In der griechischen Mythologie ist Harmonia die Göttin der Eintracht.
Sie ist die Tochter des Ares und der Aphrodite (nach einer anderen Version der Elektra und des Zeus). Harmonia ist weiter- hin die Gemahlin des Kadmos und Mutter des Polydoros, der Ino, der Autonoe, der Semele, des Illyrios und der Agaue.
Bei ihrer Vermählung auf der Burg in Theben waren sämtliche Götter zugegen und übergaben ihr Geschenke. Kadmos von Theben gab ihr ein von Hephaistos gefer- tigtes kunstvolles Halsband, dies war der ver- hängnisvolle Schmuck, welchen später Poly- neikes der Eriphyle gab, damit diese ihren Gemahl Amphiaraos zur Teilnahme am Krieg gegen Theben bewegen solle.
Nach Eriphyles Tod kam das Halsband an ihres Sohns Alkmäon Gattin Arsi- noe, dann an Phegeus und Kallirrhoe und brachte überall Zwietracht und Mord, bis es endlich nach Ermordung der Söhne des Phegeus von Alkmäons Söhnen als Weihgeschenk im Tempel der Athene zu Delphi niedergelegt wurde. Auch hier brachte es noch Unglück. Die Gemahlin des Ariston, eines Feldherrn der Ötäer, ward von dem Tyrannen Phayllos geliebt und durch dieses Halsband, das Phayllos raubte, gewonnen, worauf ihr Sohn rasend wurde und sie samt ihren Schätzen verbrannte.
 

 
 
 
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