
 

 

 
Apollo und die Musen

 Apollon, Apollo, schon früh von den Griechen, dann auch von den Römern hochverehrter Gott, Sohn des Zeus und der Leto, Zwillingsschwester der Artemis. Dem Mythos nach auf Delos geboren, wo seine Mutter Zuflucht vor der eifersüchtigen Zeus - Gattin Hera fand, sind in Wirklichkeit weder sein Name noch seine Herkunft eindeutig geklärt. Fest steht jedoch, dass er ein nichtgriechischer Gott war und entweder von den Hyperborern aus dem hohen Norden oder aus Kleinasien stammte (am ehesten aus Lykien). Seine zahlreichen, sehr verschiedenartigen Wesenszüge und Funktionen sowie seine vielen, z. T. nicht entschlüs- selten Beinamen deuten darauf hin, dass man, ähnlich wie bei seiner Schwester Artemis, nach und nach Merkmale von Lokalgottheiten auf ihn übertrug, die ihm ursprünglich nicht alle eigneten.


Apollo und seine geliebte Daphne

 Daphne, eine Nymphe der griechischen Mythologie, soll eine Tochter des Flussgottes Peneios gewesen sein (in einer anderen Version von Gaia und Ladon). Wie die Göttin Artemis war sie eine jungfräuliche Jägerin.Als der Gott Apollon den Liebesgott Eros verspottete, rächte sich dieser, indem er einen goldenen Liebespfeil auf ihn und einen bleiernen auf Daphne abschoss. Apollon verliebte sich unsterblich in Daphne, während diese, von einem genau das Gegenteil bewirkenden Pfeil Eros' getroffen, für jede Liebschaft unempfänglich wurde. Als Apollon Daph- ne bedrängte, floh sie zu ihrem Vater Peneios und wurde von diesem zum Schutz in einen Lorbeerbaum verwandelt. Zum Gedenken an Daphne trug Apollon einen Lorbeerkranz bzw. eine mit Lorbeer geschmückte Leier.

Apollon - Daphne- und Poussin

 In Griechenland verbreitete sich sein Kult haupt- sächlich von Delos und Delphoi aus. Die Sage be- richtet, er hatte schon bald nach seiner Geburt den Pythondrachen, der in Delphoi das Orakel bewachte, getötet, sich selbst zum Herrn des Orakels gemacht und die Pythischen Spiele eingerichtet. Chraraktererlich für Apollon ist die Zwiespältigkeit seiner Wesenszüge, insofen er einerseits heilbrin- gend und übelabwehrend, andererseits auch unheil- bringend war. So überzog er das griechische Lager vor Troia mit der Pest und lenkte den tödlichen Pfeil des Paris auf die verletzliche Ferse des Achilleus, brachte die Söhne der Niobe um oder liess den Marsyas, der einen musikalischen Wettbewerb gegen ihn ver- lor, an einem Baume aufhängen und enthäuten. Andererseits war er der Gott des Ackerbaus und der Herden, zu dem die Bauem ihre Zuflucht nahmen, Sühne - u. Heilgott (Asklepios), Torwächter, Hüter von Recht und Ordnung und, in zuneh- mendem Maße, Gott der Künste, vor allem der Musik, und Wissenschaften und wurde als Phoibos mit Helios gleichgesetzt.



 | | | | | | | | |