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 Athena, auch Athene, jungfräuliche griechische Göttin des Kampfes und des Sieges, aber auch der Weisheit, Schirmherrin des staatlichen Lebens, Patronin der Künste und Wissenschaft sowie des Handwerks. Dem Mythos nach eine Tochter des Zeus, der seine schwangere Gemahlin Metis verschlang, weil er sich vor einem Enkel fürchtete, der ihm hätte gefählich werden kön- nen. Nach Hesiod entsprang Athena dem Haupte ihres Vaters, in nachhesiodischer Tradition in voller Riistung. Ihr Name lässt sich aus dem Griechischen nicht ableiten. Wahrscheinlich han- delte es sich ursprünglich um eine friedliche Haus - und Pa - lastgöttin der minoischen Zeit, die in der kriegerischen myke- nischen Zeit zu ihren alteren Wesenszügen neue hinzugewann, die sie zur bewaffneten Schutzgöttin der Burg und der Person des Burgherrn samt seines Herrschaftsbereiches werden liessen.
 In der llias erscheint sie als Schutzgöttin der Griechen und wurde oft mit dem Namen Pallas (= das Mädchen) belegt. Ihr Bild, das Palladion, galt als Unterpfand für den Bestand von Burgen und Städten, auch Troias. Erst seine Entwendung ermöglichte es den Gegnern, die Stadt einzu- nehmen. In einer späteren Phase, als das Königtum in Griechenland untergegangen war, wurde Athena zur Schützerin der Freistädte, ganz besonders Athens, nach dem sie wahrscheinlich auch ihren Namen erhielt, obwohl man sie dort meist nur als "die Gottin" bezeichnete.
 Das ihr heilige Tier war die Eule, der ihr heilige Baum der Ölbaum. Man stellte sie sich allgemein als mit der Aigis ihres Vaters be - wehrte Jungfrau vor, die aber nicht vor der wilden, ungezügelten Kampfesleidenschaft des Kriegsgottes Ares beseelt war, sondern für einen geordnet geführten Kampf zur Verteidigung der Heimat eintrat. Dabei unterstützte sie jeweils einzelne Helden in beson- derem Maße, wie Odysseus, Achilleus, Herakles u. a. Sie nahm an der Gigantomachie teil - sie gewann in der Auseinandersetzung mit Poseidon die Herrschaft iiber Attika, weil die olympischen Götter ihr Geschenk für Athen, den Ölbaum, der Quelle, die Po- seidon auf der Akropolis entspringen liess, vorzogen. - Als Frie- densgöttin und wohl in Ableitung von der alten Haus - u. Palast- göttin unterwies sie die Menschen in vielen handwerklichen Fä- higkeiten, z. B. in der Weberei und Töpferei.
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