Hades entführt Persephone in seine Unterwelt
Hades
Hades (griechisch Aides/ Haides "ungesehen") bezeich-
net in der griechischen Mythologie den Ort der Toten "die Unterwelt" und zugleich den Herrscher dieser, den "Gott der Unterwelt". Mit Hilfe des Fährmannes Charon kann der Fluss Styx bzw. Acheron, der Ober- und Unterwelt voneinander trennt, überquert werden. Weitere Flüsse die das Totenreich umgeben sind: Kokytos, Pyriphlege-
thon und der Lethestrom. (Wobei der Acheron bisweilen auch einen "Acherusischen See" bildet.) Durch Hermes werden die Toten dem Hades, dem personifizierten To-
tenreich, zugeführt. Hier weilen alle Toten als körperlose Schatten. Sie sind in keiner Hölle, obwohl einige dort ewige Strafen erleiden (Sisyphos, Tantalos u.a.). We -
sentlich für das antike griechische, diesseitsorientierte Fühlen und Denken ist jedoch, dass es weder ein ewiges Leben (etwa der "Seele"), noch eine Wiedergeburt gebe: Man lebt nur ein Mal und nur hier.

Charon überführt die Toten in Hades Totenreich
Minos
Zusammen mit seinen Geschwistern kämpfte er gegen die Titanen. Ihm half dabei eine Tarnkappe die er von den Kyklopen geschenkt bekam. Als die Teilung der Welt unter den Brüdern vorgenommen wurde, er-
hielt er die Unterwelt. Da er den Toten keine Rückkehr aus seinem Reich gestattete, war er bei den Menschen gefürchtet und verhaßt. Ihm zur Seite standen Dämonen und verschiedene Kobolde, die ihm untergeben waren z. B. Charon, Minos und Kerberus. Neben ihm herrschte, ebenso grausam, Persephone, die von Hades geraubt worden war. Später soll-
te der Gott sie an ihre Mutter Demeter herausgeben. Es gelang ihm je-
doch, sie für ein Drittel des Jahres weiterhin an sich und seine Welt zu binden. Aus der Verbindung mit Persephone gingen keine Kinder hervor, auch wenn die beiden mitunter als Eltern der Erinnyen galten.

kerberus
Das trübe Schattenreich Hades war also für alle Sterblichen be-
stimmt, der eigentliche Strafort in der Unterwelt war der Tartaros (daher auch der Name Tataren, für die mongolische Bedrohung des Abendlandes im Mittelalter). Ferner gab es im Hades noch das Ely-
sion, die Insel der Seligen und den Asphodeliengrund. Nur ganz we-
nige, wirklich auserwählte Menschen wurden von den Göttern gele-
gentlich auf den Olymp erhoben. Der eigentliche Gott der Gegenwelt zur Erde, der Unterwelt, war der Gott Hades - er wurde später auch als die Unterwelt verstanden. Nur langsam drangen Vorstellungen des Weiterlebens nach dem Tode ein. Platon schafft mit der Vorstellung vom Toten-
gericht eine Neukonzeption.

Charon bringt Persephone für 8 Monate wieder an die Oberwelt
Kyklopen
Hades wurde mit seinen Geschwistern, aus der Gefangenschaft seines Vaters, von seinem Bruder Zeus befreit. Zusammen kämpften sie gegen die Titanen. Ihm half dabei eine Tarnkappe (die un-
sichtbar macht), die er von den Kyklopen ge-
schenkt bekam. Als die Teilung der Welt unter den Brüdern vorgenommen wurde, erhielt Hades die Unterwelt. Er verlässt sie nur äusserst selten. So beim Raub der Persephone und nach dem Kampf mit Herakles, welcher den Kerberos entführen wollte. Von dem Heros durch einen Pfeil an der Schulter verwundet, eilt er nach dem Olymp, um sich von Paian heilen zu lassen. Die Ehe mit seiner Frau Persephone (Mädchenname Kore "Gottes Tochter") blieb fruchtlos. Orpheus stieg in den Hades hinab, um seine geliebte gestorbene Frau Eurydike zu befreien. Mit seinem Gesang und seinem Lyraspiel konnte er Hades dazu bewegen, sie ihm mit hinauf zu geben – unter der Bedingung von Persephone, dass Orpheus vor ihr her gehe und sich nicht umschauen dürfe, bis sie wieder in der Oberwelt zurückgekehrt seien. Da Eurydike seine Hand ergriff und er sich daraufhin umschaute (ein vielfaches Motiv der Bildenden Kunst schon im Altertum), musste Eurydike wieder zurück zu den Schatten, und er musste allein wieder hinauf.

Hades Totentempel
Einen Kult im herkömmlichen Sinne gab es für Hades nicht. Vereinzelt wurde er ge-
meinsam mit Persephone als Fruchtbarkeitsgott verehrt. In Alexandria wurde ihm zu Ehren ein Tempel errichtet - er wurde hier mit dem örtlichen Gott Sarapis verglichen. Bekannt ist nur ein Tempel des Hades in der Stadt Elis, dieser war auch nur einmal im Jahr für Priester zugänglich. Eine andere Kultstätte könnte sich am Berg Minthe be-
funden haben.
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