ephaistos, griech. Gott des Feuers, dann der Schmiede u. Handwer-
ker u. schliesslich auch der Künste und des Handwerks als solchem, wahrscheinlich kleinasiatischer Herkunft, mit Lemnos als bedeu-
tendstem Kultzentrum, seit dem 6. Jh. v. Chr. auch in Athen verehrt, wo man ihm einen Tempel, das sogenannte. "Theseion", erbaute, Mittelpunkt der als Hochfest gefeierten "Hephaistia". Sonst ist sein Kult auf dem griechischen Festland kaum bezeugt. Bild unten: Das "Theseion".
Thetis
Im griechischen Mythos galt Hephaistos als Sohn des Zeus und der Hera. Dass er lahm war, führte zur Herausbildung mehrerer Legenden, deren häufigste berichtet, seine Mutter hatte ihn, da er mit verkrüppelten Beinen zur Welt kam, vor Zorn ins Meer geworfen. Er wurde jedoch von Thetis und Eurynome gerettet und gepflegt und später wieder in den Olymp aufgenommen. Die Odyssee nennt Aphrodite seine Gemahlin, in der Ilias wird Charis als seine Gattin erwähnt, wobei die Schönheit beider Frauen mit der Schönheit der von Hephaistos geschaffenen Werke korrespondierte.
Bild oben: Hephaestus wird wieder in den Olymp aufgenommen.
Bild links: Obwohl Hephaestus hinkte und hässlich war, bekam er Aphrodite, die schönste Göttin, zur Gemahlin. Rechtes Bild: Zeus hasst Hephaestus, weil er einen Thronsessel schuf, an dem Hera, als sie in ihm Platz genommen hatte, gefesselt blieb uns sie somit dem Gelächter der anderen Götter und Göttinnen aussetzte.
Man dachte sich die Schmiedewerkstätte des Gottes unter der Erde oder auch am Ätna, wo die meisterlichen Werke mit Hilfe der Kyklopen entstanden, z. B. das Zepter des Agamemnon, die Rüstung des Achilleus, der Wagen des Helios, das Halsband der Harmonia und vieles andere mehr. Um sich an seiner Mutter zu rächen, fertigte Hephaistos einen Thronsessel, an dem Hera, als sie in ihm Platz genommen hatte, gefesselt blieb, bis Dionysos sich einschaltete, Hephai-
stos trunken machte, in den Olymp holte und ihn dazu brachte, die Gattin zu befreien. Als seine Gattin Aphrodite ihn mit Ares betrog, fing er sie in einem Netz und setzte sie dem Gelächter der Olympier aus. Hephaistos hatte ausser seinen legitimen Kindern noch eine Reihe von Nachkommen mit seinen zahl-
reichen Geliebten. - Dem griechischen Hephaistos entsprach der römische Vul­canus.
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