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 Dem reinen und keuschen Wesen der Göttin entsprechend, konnte ihre künstlerische Darstellung nur den Ausdruck der strengsten Sittlichkeit an sich tragen. Man pflegte sie sitzend oder ruhig dastehend mit ernstem Gesichtsausdruck und stets völlig bekleidet darzustellen. Im ganzen gab es im Al- tertum nur wenige Statuen der Hestia, die berühmteste war die des Skopas. In erhaltenen Statuen ist Hestia noch nicht sicher nachgewiesen, man bezieht auf sie gewöhnlich die Sagen. "Giustinianische Vesta" im Museo Torlonia in Rom (s. Abbildung), eine weibliche Gewandstatue strengen Stils, etwa aus der Zeit der Giebelfiguren des Zeustempels zu Olympia und diesen formenverwandt. Die der Hestia entsprechende und später ihr gleichgesetzte Göttin der Römer ist die Feuergöttin Vesta, die aber im öffentlichen Leben derselben eine ungleich wichtigere Rolle spielt.
 
 
 
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