Leute können nicht widerstehen zum Himmel hinauf zu schauen, wenn ein Keilflug dieser schönen Gänse, ganz hoch in südlicher Richtung vorüber fliegt. Das ist ihr jährlicher Vogelzug vom Norden zum warmen Klima nach Mexico und in die Golf von Mexico Küste in den USA. Nicht alle Kanadagänse haben Wanderlust, viele haben sich an das nördliche Winterklima gewöhnt und verweilen in den Mittwest Staaten wie Indiana und Ohio. Frisches Wasser ist manchmal schwer für sie zu finden und ihre Fresshäppchen sind schneebedeckt.Aber die Gänse sind an die Grosszügigkeit der Menschen schon gewöhnt und sind nun permanente Siedler hier. Die Scharen die nach dem Süden ziehen, sind zum grössten Teil ganze Familiengruppen. Viele nehmen daran Teil und manchmal sind es sogar einige hunderte Gänse. Tag und Nacht wird geflogen, futtern tun sie an Vegetation und übrig gebliebenem Getreide. Ihre Ruhepause dauert einige Tage, dann geht es weiter. Junge Vögel, die in diesem Jahr ausgebrütet wurden, lernen von den erwach- senen Gänsen und durch den kompletten Wanderzyklus, die Route zum Süden, die Ruheplätze und deren Zuhause. Einmal im Süden bewohnen die Gänse Seeküsten und Sümpfe und sie futtern an Grasstrieben, Meeresvegetation und Getreide von nahen Feldern und Sümpfen. Im frühen Frühling, wie mit einem noch nicht erklärten Signal, fängt die Kanadagans ihren langen, schwierigen Flug nach dem Norden wieder an. Manchmal kommen sie etwas zu früh zurück und finden nur gefrorene Wasserwege und wenig Futter. Auch ein verspäteter Schneesturm ist verheerend für die erschöpften Vögel. Wenn die Schar in dem nördlichen Brutgebiet ihrer Vorfahren ankommen, suchen sie sich einen Partner und jedes Paar hat sein eigenes Brutrevier. Kanadagänse sind eine der weni- gen Vogelarten die monogam sind und haben nur einen Lebenspar- tner. Sollte einer des Paares sterben, bleibt die hinterbliebene Gans meistenteils allein. Selten nehmen sie sich einen neuen Partner.
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Die Kanadagans ist eine der grössten Gänse und kann sehr leicht von
anderen Spezies auseinander gehalten werden, mit ihrem
schwarzen Kopf, langem schwarzen Hals und weissen Wangen- flecken.
Der Körper ist grau mit braun, mit einem weissen Unter- teil,
der Schwanz und Hinterteil sind schwarz.
Männliche Vögel wiegen ungefähr 7 kg und haben eine Körperlänge
von 46-64 cm und eine Flügelspannweite von 132-152 cm.
Weibliche Vögel sind etwas kleiner mit gleichen Markierungen.
Beide Geschlechter brüten wenn sie zwei Jahre alt sind.
Diese Vögel haben eine her - vorragende Sehkraft.
Es wurde beobachtet, wie sie andere Gruppen von Gänsen anreden,
was für das menschliche Auge nicht zu sehen war ohne ein Fernglas,
wegen der Höhe des Fluges. Bald danach flogen die angesprochenen
zur Erde, um sich zu den Rufenden, auf dem Futterplatz zu gesellen.
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Vier bis acht große weisse Eier werden in ein Nest gelegt, das schon im März fertiggestellt wurde. Es ist aus kleinen Zweigen gebaut, mit Vegetation als Futterstoff und von Flaumfedern welche die Gänse von ihrer eigenen Brust rupften. Das Nest ist immer dem Wasser nahe, obwohl sie auch schon verlassene Habichtneste in Bäumen, künstliche Plattformen und sogar auf Kanten von Klippen ihre Nester gebaut haben. Das Ausbrüten wird von dem Weibchen gemacht, mit dem Männchen bereitstehend um sie zu beschützen. Die Gans verlässt das Nest nur für kurze Zeit um zu futtern. Die Gänse sind sehr verteidigungsbereit mit ihren Nestern und sind sehr furchteinflößend mit ihrem Warnungszischen und dem Hin -und Herschwingen ihres Kopfes und flatternden Flügeln. Eine männli- che Gans streitet sich mit Hunden und Menschen, um ihr Weibchen und ihr Nest zu behüten.
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Nach 24 - 33 Tagen Inkubationszeit erscheinen die kleinen Gössel.
Sie sind mit Daunen bedeckt, die Augen sind offen und sie können
laufen sowie sie trocken sind.
Dann führen die Eltern die gelben Küken zum Wasser
und sie werden nie wieder zum Nest zurück- kehren.
Die Gössel futtern beinahe sofort, natürlich mit etwas Hilfe
von Vater und Mutter, die die Vegetation vom Seeboden für sie
aufrühren und die Kleinen fressen es dann gleich,
bevor es wieder versinkt.
Im Sommer sind sie häufig anzutreffen an Seeufern
und Flussböschungen. Da findet man ganze Gänsefamilien.
Eine Gans bewacht all die anderen wenn sie futtern.
Unerklärlich ist jedoch die Reihenfolge der Wächter.
Zum Spätsommer sind die jungen Gänse die Ebenbilder der Eltern.
Im August verlieren die Erwachsenen ihre Schwungfedern
und sind deshalb für einige Wochen nicht flugfähig,
bis sich die Neuen wieder bilden. Danach gründen die Eltern
und die Jungen eine Familienschar, welche dann im September
mit anderen Gänsefamilien nach dem Süden zieht.
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Das nächste Mal, wenn du diese schönen Kanadagänse beobach - test,
wenn sie auf ihre lange Reise gehen,
wünsche ihnen einen "Guten Flug", denn du weisst doch,
dass du sie im Frühjahr wieder sehen wirst auf dem Wege
zu dem Brutgebiet ihrer Vorfahren und der Kreis schliesst sich!
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